KraZ Eigenbau und Atlas-Frisur

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KraZ Eigenbau und Atlas-Frisur

Beitrag  schmalspurbahner am 5/6/2015, 08:53

Hallo Freunde,
hier habe ich noch einen Eigenbau aus der Zeit, als es noch keine Atlas - DDR - Nutzfahrzeuge gab. Etwa um 2002 gab es eine Resin-Kleinserie von Cullemeyern nach DB-Vorbild (ist ja klar!) von einem Modellbahner aus dem Süden. Ich weiß beim besten Willen nicht mehr, wer das war. Die "Faun"-Zugmaschine war schon vergriffen, die wollte ich aber auch nicht. Der Anhänger kostete auch so schon über 100 Teuronen. Aber ich wollte ihn unbedingt, weil ich ihn mit Tatra- und KraZ-Zugmaschinen als Lehrling in Erfurt-Nord täglich gesehen habe.
Der Anhänger aus Resin wurde also etwas gekürzt und einige Achsen entfernt. Die Räder müßten eigentlich Vollgummireifen haben. Heute gibt es die entsprechenden Bausätze, auch des Modells den es mit der Tatra-Zugmaschine in 1:87 gab und gibt.

Der KraZ entstand aus Plasteteilen und aus Holz (Motorhaube und Fahrerhausdach). Das Problem waren, wie damals immer, die Räder. Es sind Teile aus einem 1:35 - Bausatz des Opel "Blitz". Entschuldigung, mir fiel nichts besseres ein und heute lasse ich ihn aus nostalgischen Gründen, wie er ist.





Und hier habe ich das Kontrastprogramm. Jedes Atlas-Modell habe ich grundsätzlich überarbeitet. Das Fahrzeug komplett zerlegt, alle Einzelteile entgratet, die Scheiben geputzt, insbesondere die Karosserieteile abgewaschen und danach (falls keine Umbauten notwendig waren) wieder neu und gerade montiert. Spiegelhalterungen, Griffstangen, Scheibenwischer, Peilstangen und Nummernschilder sind grundsätzlich neu. Die Stangen/Griffe sind mir einfach zu massiv und deshalb aus Stahldraht (Gitarrensaiten 0,25 bis 0,45 mm). Das hält und sieht m.E. ganz gut aus! Ach ja, und ein Fahrer muß sein!!!!
Nach der Lackierung hellgrau Trockenmalen und Ölfarb-Washing. Hin und wieder eine dezente Alterung, kräftiger nur innen in Kipperpritschen.
Ich bin an diese Modelle eben so herangegangen, wie wir das im 0e-Bereich mit Schienenfahrzeugen auch machen.
So, neben den beschriebenen Kleinigkeiten habe ich hier noch die Reifen getauscht und den LKW etwas tiefer gelegt. Die korrekten Höhenmaße habe ich vom Original abgenommen.





Die Kipper-Pritsche ist innen mit Revell-Rostbraun grundiert und darauf Revell-Panzergrau, aber so daß ringsum an den oberen Seitenwänden noch etwas Rostbraun zu sehen ist. In diesen dunklen Grauton habe ich dann den Abrieb von einem sehr weichen Bleistift (8 B) eingerieben. Damit erreicht man auf matten Farben eine schöne Metalloberfläche. Das ist ein Hinweis aus einem Militärmodellforum.



Sieht besser aus, wie auf diesem Foto der LIAS-Pritsche. Von der KraZ-Pritsche habe ich kein Foto mehr und ich wollte jetzt nicht die Fotoausrüstung rauskramen.

Der Aufwand für jedes einzelne Fahrzeug ist zwar relativ hoch, aber danach habe ich immer wieder richtig Lust darauf, einen Schmalspurwagen zu bauen. Und nach einem Monat kam dann ja wieder ein LKW.

Viel Spaß beim Betrachten der Fotos  
Manfred
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